Karl Hans Strobl  :  Gespenster im Sumpf

Karl Hans Strobl

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 Gespenster im Sumpf

 Noch war der Raum voll von dem Atem der jungen Damen, von ihren Scherzen, ihrem Gelächter, von den Ausrufen der Entzückung, mit der sie Fred Gregors Skizzen für das Fest betrachtet hatten. Von dem üblichen Wesen ihrer Alters- und Standesgenossinnen unterschied sich Selina in einigem. Sie machte keine der Ungezogenheiten des Reichtums mit, hatte nicht den Ehrgeiz, neue Moden anzugeben, sie sammelte nicht, weder Bilder noch Porzellan noch Uniformknöpfe der europäischen Armeen, sie fiel auch nicht durch übertriebene Geistigkeit auf. Ihre Räume waren weder im Stil des Biedermeier noch in dem des Rokoko eingerichtet. Sie hatten nur den Ausdruck nüchterner Sachlichkeit. Trotzdem wäre es unrichtig gewesen, daraus den Schluss auf ein dürftiges und kahles Gemüt ziehen zu wollen. Selina Gulliver war nur ein Mensch, der auf das Wesen der Dinge ging und keiner Aufmachung bedurfte.


Inhaltsverzeichnis

Der verschwundene Überrock
Eine Begegnung auf See
Die tote Stadt
Eine Auseinandersetzung
Bundesgenossen
»D' letzten Weaner.«
Die Katakomben
Der Weg in die Welt
Die rote Hand
Das Ungeheuer
Der Sarghändler
Finanzoperationen
Das Gehirn
Der Mann, der in das Tagebuch schrieb
Das Buch ohne Ende
Die Grenze
Der gläserne Sarg
Der Prophet
Das Kino
Erwachen
Zwei Rächer
Die Ratten
Die zwölfte Stunde

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