Joseph Weyssenhoff

Joseph Weyssenhoff

zobelundfee130.jpgDer Zobel und die Fee

Jagdroman

Nach einem unruhigen, kaum vierstündigen Schlaf erwachte der junge Michael Rajecki und sprang rasch von seinem Lager auf, obgleich der Tag kaum erst zu grauen begonnen hatte. Bei einem Zwanzigjährigen ist der Schlaf vor der Jagd ungeduldig und voll krauser Einfälle, die gleichsam aus dem Hinterhalt hervorbrechen. Aus reinem Pflichtbewusstsein dämmert man nur leicht vor sich hin, um bei Tagesanbruch auf dem Anstand eine sichere Hand zu haben. Er sah hinaus. Alles nach Wunsch. Der Himmel eintönig perlfarben und durchsichtig; die Rasenflächen schimmern silbrig vom Morgenfrost, wie zumeist gegen Ende August. Er zog sich nicht allzu lange an. Vor der Jagd darf man sich nicht zu sorgfältig waschen — so etwas bedeutet Pech. Alles, was er brauchte, war bereits am Vorabend vorsorglich zurechtgelegt: der Jagdanzug, die Flinte, deren Läufe wie Quecksilber glänzten, und die volle Patronentasche. Die Ledersandalen sollte der Diener die Nacht über im Wasser weichen lassen, damit sie sich bequem dem Fuß anpassten.

Inhaltsverzeichnis
Impressum
Der Zobel und die Fee
Das Abendfest
Die große Treibjagd
Abschied von den Feldern
Abschied von den Feldern
Trembeliszki
Der Chaskel
Fasanenschwärme
Frühlingszug der Vögel
Eine Bauernjagd
Auf dem großen See
Was einem beschieden ist
Die Szepetasümpfe
Im Bongert
Dorfstille
Der goldene Herbst

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