Vitruvius Pollio

Vitruvius Pollio

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Des Vitruvius zehn Bücher über Architektur

Die Bildung des Baumeisters ist mit mehreren Wissenschaftszweigen und mannigfachen Elementarkenntnissen verbunden, da durch sein Urteil alle von den übrigen Künsten geleisteten Werke erst ihre Billigung finden müssen. Diese Architektenbildung entspringt zunächst aus zwei Faktoren, aus der Praxis und aus der Theorie. Die Praxis ist die immer und immer wieder überlegte Erfahrung, durch welche mit Handarbeit etwas aus einem Stoff, von welcher Art immer er zu dem vorgesetzten Gegenstande der Darstellung nötig ist, hergestellt wird. Die Theorie aber ist es, welche das handwerksmäßig Hergestellte durch inneres Verständnis und aufgrund der Verhältnisgesetze erklären und erörtern kann. So konnten die Baumeister, welche ohne rein wissenschaftliche Schule ihr Bestreben nur auf Handfertigkeit gerichtet hatten, es nicht dahin bringen, ein ihren Leistungen entsprechendes Ansehen zu erlangen; diejenigen aber, welche sich auf Theorien und wissenschaftliche Ausbildung allein gestützt, scheinen einen Schatten und nicht die Sache angestrebt zu haben. Hingegen diejenigen, welche sich beides eigen gemacht, erreichten schneller und mit glänzendem Erfolge ihr vorgesetztes Ziel.

Inhaltsverzeichnis
Widmung
Vorwort

Erstes Buch
I. Wesen der Baukunst und Bildung der Baumeister
II. Grundlagen der Baukunst
III. Einteilung der Architektur
IV. Wahl gesunder Plätze
V. Anlage der Mauern und Türme
VI. Verteilung und Lage der Gebäude innerhalb der Stadt
VII. Wahl der Plätze für öffentliche Anlagen

Zweites Buch
I. Das Leben der Urmenschen und der Anfang der Gesittung und der bedeckten Wohnungen und deren Verbesserungen
II. Von den Grundstoffen der Dinge nach den Ansichten der Naturphilosophen
III. Von den Ziegeln
V. Der Sand
V. Der Kalk
VI. Die Puzzolanerde
VII. Die Steinbrüche
VIII. Die Arten des Mauerwerks
IX. Das Bauholz
X. Die Obermeer- und die Untermeertanne

Drittes Buch
I. Woher die symmetrischen Verhältnisse auf die Tempel übertragen sind
II. Die sieben Tempelgattungen
III. Die fünf Tempelarten
IV. Der Grundbau
V. Die ionischen Säulen

Viertes Buch
I. Die drei Säulenordnungen und ihre Erfindung; die Maßverhältnisse des korinthischen Kapitäls
II. Auszierung der Säulenordnungen
III. Die dorische Bauart
IV. Die innere Einteilung der Zellen und des Pronaos
V. Die Berücksichtigung der Himmelsgegenden beim Tempelbau
VI. Regeln für die Tempeltüren und deren Umrahmung
VII. Der tuskische Styl
VIII. Von den Rundtempeln und anderen Tempelarten
IX. Die Anlage der Altäre der Götter

Fünftes Buch
I. Forum und Basiliken
II. Schatzhaus, Kerker und Curia
III. Das Theater und dessen gesunde Anlage
IV. Die Lehre von der Harmonie
V. Die Schallgefäße des Theaters
VI. Die Gestaltung des Theaters
VII. Das Theater der Griechen
VIII. Über die Wahl zusammenklingender Plätze für die Theater
IX. Die Säulenhallen hinter der Bühne und die Promenaden
X. Anlage und Bestandteile der Bäder
XI. Palästren und Ringbahnen
XII. Die Anlegung von Häfen und Wasserbauten

Sechstes Buch
I. Anordnung der Gebäude nach den Eigentümlichkeiten ihres Platzes
II. Die Verhältnisse und Maße der Privatgebäude je nach der natürlichen Beschaffenheit ihrer Plätze
III. Die Höfe oder Atrien, die Seitengemächer, das Tablinum und der Säulensaal, die Speisezimmer, Säle, Sprechsäle, Gemäldesäle und ihre Größenmaße
IV. Nach welchen Himmelsgegenden jeder Bestandteil der Gebäude gerichtet sein muss, dass er dem Zweck und der Gesundheit entsprechend sei
V. Von den abgesonderten Räumen in den Privatgebäuden und von den standesgemäß zukommenden verschiedenen Gebäudearten
VI. Über die bei der Anlage von ländlichen Gebäuden zu beobachtenden Regeln
VII. Die griechischen Wohngebäude und die Anordnung ihrer Teile
VIII. Von den unterirdischen Räumen, den Gewölben und den Gebäuden, welche auf Pfeilern aufgeführt werde

Siebentes Buch
I. Vom Estrich
II. Das Löschen des Kalkes zur Herstellung des Weisstucks
III. Anlage der gewölbten Decken, Stuck und Verputz
IV. Der Verputz an feuchten Stellen
V. Über die Wandmalerei
VI. Verarbeitung des Marmors zum Verputz
VII. Natürliche Farben
VIII. Zinnober und Quecksilber
IX. Bereitung des Zinnobers (Berggrün, Armenischblau und Indigo)
X. Künstliche Farben. Schwarz
XI. Stahlblau und gebrannter Ocker
XII. Bleiweiß, Kupfergrün und (künstlicher) Sandarach
XIII. Purpurfarbe
XIV. Farben, welche den Purpur, der attische Ocker, das Berggrün und den Indigo ersetzen

Achtes Buch
I. Das Auffinden des Wassers
II. Regenwasser
III. Warme Quellen und Eigentümlichkeiten verschiedener Quellen, Flüsse und Seen
IV. Untersuchung des Wassers
V. Nivellierung zu Wasserleitungen und hiezu gehörige Instrumente
VI. Leitung des Wassers, das Brunnengraben, die Zisternen

Neuntes Buch
I. Der Gürtel der zwölf Sternbilder und die entgegengesetzte Bahn der Planeten
II. Von dem wachsenden und abnehmenden Lichte des Mondes
III. Verlängerung und Verkürzung der Tagesstunden je nach dem Durchgange der Sonne durch die verschiedenen Sternbilder
IV. Die Sterngruppen des Ostens zur Rechten zwischen dem Sternbildergürtel und dem großen Bären
V. Die Gestirne zur Linken vorn Aufgange zwischen dem Tierkreise und dem Süden
VI. Die Sternkunde auf Nativitätsstellungen und Witterungsprophezeiungen übertragen
VII. Verzeichnung der Analemmen
VIII. Einige Arten von Uhren. Wasseruhren

Zehntes Buch
I. Maschine und Instrument
II. Die Hebemaschine
III. Die Elemente aller Bewegung, die Gerade und der Kreis
IV. Verschiedene Arten von Wasserschöpfmaschinen
V. Das Flusschöpfrad. Die Wassermühle
VI. Die Schnecke
VII. Das ktesibische Druckwerk, welches das Wasser am höchsten treibt
VIII. Die Wasserorgel
IX. Messung des zu Wagen oder zu Schiff zurückgelegten Weges
X. Katapulten und Skorpionen
XI. Die Einrichtung und die Maßverhältnisse der Ballisten
XII. Bespannung und Stimmung der Katapulten und Ballisten
XIII. Vom Belagerungswesen
XIV. Die zum Zwecke der Ausfüllung von Gräben eingerichtete Schildkröte
XV. Andere Schildkrötmaschinen
XVI. Vom Verteidigungswesen

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